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Heckscheibenwischer entfernen: sauberes Heck

Heckscheibenwischer entfernen lassen: was ausgebaut wird, wie die Öffnung dicht verschlossen wird und was die Begutachtung in Österreich dazu sagt.

Václav Petrovitz27. September 20267 Min. Lesezeit

Den Heckscheibenwischer entfernen zu lassen ist eine kleine Arbeit mit großer Wirkung. Das Heck wird ruhig, die Glasfläche bleibt frei, und an einem folierten Auto fehlt der schwarze Arm, der sonst quer über der Scheibe liegt. Der Haken steckt nicht im Ausbau. Er steckt in dem Loch, das übrig bleibt.

Genau daran scheitern die Lösungen aus Foren. Arm ab, Motor raus, Gummistopfen rein, fertig. Ein halbes Jahr später riecht der Kofferraum muffig, und unter der Bodenplatte steht Wasser.

Hier steht, was beim Ausbau alles mitgeht, wie die Öffnung dauerhaft dicht wird, wann wir abraten und was die Vorschriften in Österreich dazu hergeben. Was wir sonst anbieten und was es kostet, steht auf unserer Seite zu Lackschutzfolie und Autofolierung.

Warum das Heck ohne Wischer ruhiger wirkt

Der Wischerarm liegt waagrecht über der Heckscheibe und bricht die einzige große dunkle Fläche am Auto. Nimmt man ihn weg, liest das Auge Scheibe, Dachkante und Klappe als ein Stück. Bei Kombis und SUV mit steilem Heck ist der Unterschied am größten.

Dazu kommt ein banaler Grund: viele Fahrer benutzen den Wischer kaum. Zwei Wochen im Winter, sonst nie. Wer das Auto ohnehin foliert oder dechromt, nimmt den Arm gleich mit, weil er sonst als einziges Teil am Heck übrig bleibt, das dort nicht hingehört.

Limousinen haben so gut wie nie einen Heckwischer. Deshalb wirkt ein Hatchback ohne Arm sofort ein Stück aufgeräumter, ohne dass jemand sagen könnte, woran es liegt.

Heckscheibenwischer entfernen: was alles rausgeht

  • Abdeckkappe, Mutter und Wischerarm auf der Wischerwelle, dazu die Dichtscheibe darunter.
  • Der Wischermotor samt Halter. Er sitzt innen in der Heckklappe, dafür muss die Klappenverkleidung herunter.
  • Stecker und Massepunkt am Motor.
  • Waschdüse und Schlauch. Die Düse steckt je nach Modell im Dachspoiler, in der Bremsleuchte oder oberhalb der Scheibe, der Schlauch läuft von vorne durch den Faltenbalg in die Klappe.

Die Klappenverkleidung ist der Teil, der Zeit kostet. Die Halteclips sind nach Jahren hart und brechen gern. Wir sagen vorher, dass wir passende Clips vorrätig haben, weil man eine klappernde Verkleidung bei jeder Bodenwelle hört.

Die Öffnung muss dicht sein, sonst steht Wasser im Kofferraum

Die Wischerwelle geht entweder durch das Glas oder durch das Blech beziehungsweise den Kunststoff der Klappe. Ohne Motor bleibt dort eine runde Öffnung, durch die bei jedem Regen Wasser läuft. Das Wasser läuft nach unten in die Klappe, sammelt sich an der Unterkante und findet von dort die Dichtung.

Unangenehm wird es, weil genau dort die Elektrik sitzt: Schloss, Kennzeichenleuchte, oft die Rückfahrkamera. Feuchtigkeit in der Klappe zeigt sich zuerst am Geruch, dann an Kontakten, die spinnen.

Wir verschließen die Öffnung mit einem passgenauen Blindstopfen aus Kunststoff oder Aluminium, von innen und außen mit Karosseriedichtmasse abgedichtet und plan zur Fläche gesetzt. Keine Silikonwurst, kein Klebeband. Danach kommt eine Wasserprobe mit dem Schlauch, und das Auto bleibt mit offener Verkleidung über Nacht in der Halle, damit wir am nächsten Morgen nachsehen können.

Ehrlich dazu: unsichtbar wird die Stelle nicht. Sitzt die Öffnung im Glas, sieht man den Stopfen aus zwei Metern. Sitzt sie im Blech und die Fläche wird foliert, verschwindet sie praktisch, ein genauer Blick findet sie trotzdem.

Schlauch, Pumpe und Elektrik

Der Schlauch zur Heckdüse wird nicht einfach abgeschnitten. Viele Autos haben eine Pumpe mit zwei Ausgängen oder eine umschaltbare Pumpe, und ein offener Abgang kostet vorne Druck. Wir verschließen den Heckkreis am Abzweig oder direkt an der Pumpe.

Der Stecker am ausgebauten Motor wird isoliert und im Blechkanal fixiert, nicht baumeln gelassen. Bei manchen Modellen legt das Steuergerät einen Eintrag im Fehlerspeicher ab, wenn die Last am Wischerausgang fehlt. Wir prüfen das vor dem Ausbau und besprechen die Alternative: Arm und Welle raus, Motor unbestromt in der Klappe lassen. Versprechen, dass bei jedem Auto nichts im Speicher landet, können wir nicht.

Wann wir davon abraten

  • Alltagsauto im Winter. Ein steiles Heck ist nach zehn Kilometern Streusalz blind, und durch die Heckscheibe schaut man dann gar nicht mehr.
  • Leasing oder Firmenwagen. Das Loch bleibt auch nach dem Rückbau. Fragen Sie vorher, wie Ihr Leasinggeber das bewertet.
  • Verkauf in ein oder zwei Jahren. Interessenten sehen den Stopfen und fragen, was daran noch verändert wurde.
  • Helles Auto, Öffnung im Glas. Ein schwarzer Stopfen fällt auf weißem Lack mehr auf als der Arm, den er ersetzt.

Und noch etwas: allein für diese Arbeit rund 95 Kilometer aus Linz zu fahren, rechnet sich nicht. Sinnvoll wird der Termin, wenn das Auto ohnehin für Folie, Dechroming oder Debadging bei uns steht. Aus Freistadt sind es rund 60 Kilometer, da sieht die Rechnung anders aus.

Rückbau ist möglich, das Loch bleibt

Wir werfen nichts weg. Arm, Mutter, Motor, Düse und Schlauch kommen in eine Kiste und fahren mit dem Auto mit. Wer in zwei Jahren wieder einen Wischer will, bekommt ihn zurück.

Sauber ist der Rückbau trotzdem nicht. Die Dichtmasse muss raus, und im Glas bleibt meist eine schwache Spur am Rand der Bohrung. Bei einer Klappe, die verschlossen und überfoliert wurde, ist der Rückbau die größere Arbeit, weil die Folie an der Stelle neu muss.

Zusammen mit Debadging, Dechroming und Dachfolierung

Wenn die Klappenverkleidung schon unten ist, liegt der Rest auf der Hand. Embleme und Typbezeichnungen abnehmen und die Löcher genauso verschließen wie das Wischerloch, das ist derselbe Arbeitsschritt mit demselben Anspruch an Dichtheit.

Dazu passen Chromleisten am Heck und der Griffbereich. Wie wir Chrom überkleben und was davon reversibel ist, steht im Artikel Chromleisten folieren. Kommen Diffusor oder Dachspoiler dazu, planen wir das im selben Termin, siehe Bodykit montieren lassen.

Ein praktischer Hinweis zum Debadging: ganz ohne Typbezeichnung tun sich Werkstätte und Teilehandel schwerer, die Ausführung zu erkennen. Wir raten, mindestens das Markenemblem zu behalten.

Ist ein Heckwischer in Österreich vorgeschrieben?

In § 21 KFG 1967 sind Scheibenwischer und Scheibenwaschvorrichtungen für die Windschutzscheibe verlangt. Die Heckscheibe kommt in dieser Bestimmung nicht vor. Auch die europäischen Typgenehmigungsvorschriften für Wisch- und Waschsysteme beziehen sich auf die Windschutzscheibe. Eine ausdrückliche Pflicht zum Heckwischer haben wir in den Vorschriften nicht gefunden.

Damit ist die Sache aber nicht erledigt. Die Begutachtung nach § 57a prüft die Sichtverhältnisse, dazu gehören Wisch- und Waschvorrichtungen. Ob ein fehlender Heckwischer an einem Auto, das ab Werk einen hatte, beanstandet wird, entscheidet die Begutachtungsstelle. Und § 33 KFG 1967 verlangt, Änderungen, die die Verkehrs- und Betriebssicherheit beeinflussen können, unverzüglich dem Landeshauptmann anzuzeigen.

Unser Rat ist deshalb unspektakulär: Rufen Sie vor dem Umbau bei Ihrer Begutachtungsstelle oder der Technischen Prüfstelle Ihres Bundeslandes an und fragen Sie, wie sie das sieht. Zwei Minuten Telefon ersparen eine Diskussion beim Pickerl. Weil wir alle Teile aufbewahren, ist ein Rückbau vor der Begutachtung jederzeit machbar.

Was die Arbeit kostet und wie Sie zum Preis kommen

Eine Zahl steht hier bewusst nicht. Der Aufwand hängt daran, ob die Öffnung im Glas oder im Blech sitzt, ob die Klappenverkleidung ohne Bruch abgeht, ob es für Ihr Modell einen passenden Stopfen gibt oder einer angefertigt werden muss, und ob die Fläche danach foliert wird.

Schicken Sie Fotos per WhatsApp an +420 777 266 559: das Heck gerade von hinten, eine Nahaufnahme der Wischerwelle, dazu einen Blick auf die Klappe von innen bei offenem Kofferraum. Modell und Baujahr dazu. Begutachtung und Angebot sind kostenlos, Termine nach Vereinbarung von Montag bis Freitag.

Wer gerade überlegt, das Auto im selben Zug folieren zu lassen, findet die Preise nach Fahrzeuggruppe im Artikel was Auto folieren kostet.

Häufige Fragen

Was Sie wissen wollen.

01

Ist ein Heckscheibenwischer in Österreich Pflicht?

§ 21 KFG 1967 verlangt Wischer und Waschvorrichtung für die Windschutzscheibe, die Heckscheibe kommt dort nicht vor. Ob Ihre Begutachtungsstelle einen fehlenden Heckwischer beanstandet, klären Sie vorher telefonisch mit ihr oder mit der Technischen Prüfstelle Ihres Bundeslandes.

02

Wie wird das Loch nach dem Ausbau verschlossen?

Mit einem passgenauen Blindstopfen, von innen und außen abgedichtet und plan zur Fläche gesetzt. Danach machen wir eine Wasserprobe, weil eine undichte Stelle direkt in der Heckklappe und im Kofferraum landet.

03

Was kostet es, den Heckwischer ausbauen zu lassen?

Das hängt davon ab, ob die Öffnung im Glas oder im Blech sitzt und ob es für Ihr Modell einen passenden Stopfen gibt. Wir nennen den Preis nach Fotos per WhatsApp, Begutachtung und Angebot sind kostenlos.

04

Kann der Heckscheibenwischer später wieder eingebaut werden?

Ja, wir geben Arm, Mutter, Motor, Düse und Schlauch mit. Nach dem Rückbau bleibt im Glas meist eine schwache Spur der Dichtmasse sichtbar, ganz ohne Nachwirkung geht es nicht.

05

Leidet die Sicht nach hinten ohne Heckwischer?

Bei Regen und Schneematsch ja, vor allem an Autos mit steilem Heck. Wer im Winter täglich fährt und auf den Blick durch die Heckscheibe angewiesen ist, behält den Wischer besser.

Autor

Václav Petrovitz

Mitgründer von CR8.CARS

Verantwortet Autofolierung, Lackschutzfolie und Dechroming: Zuschnitt, Schablonen und sauber umgeschlagene Kanten.

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